Verkehrskollaps am Aeschenplatz: Realitätsverlust beim BVD?

Die Basler Regierung sperrt den St. Alban-Graben für den Autoverkehr in Richtung Bahnhof SBB. Künftig sollen die Fahrzeuge über die Dufourstrasse, den Aeschenplatz und den Aeschengraben umgeleitet werden. Das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) behauptet allen Ernstes, der Aeschenplatz könne diesen zusätzlichen Verkehr problemlos verkraften.
Für SVP-Grossrat Joël Thüring ist diese Aussage völlig realitätsfremd. Bereits heute ist der Aeschenplatz während der Stosszeiten regelmässig verstopft. Lange Rückstaus, blockierte Kreuzungen und stockender Verkehr gehören zum Alltag. Trotzdem will die Regierung noch mehr Fahrzeuge über diesen ohnehin überlasteten Verkehrsknotenpunkt führen. Gleichzeitig wird mit dem Brunngässlein eine weitere Ausweichmöglichkeit gesperrt.
Mit einer kritischen Interpellation verlangt Joël Thüring deshalb Antworten vom Regierungsrat. Er will insbesondere wissen, auf welchen Grundlagen die Behauptung des BVD beruht, ob die tatsächlichen Verkehrsverhältnisse berücksichtigt wurden und welche Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr zu erwarten sind. Zudem fordert er die Offenlegung sämtlicher Verkehrsgutachten und Modellrechnungen.