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Medienmitteilung

Nach erneutem Millionendebakel bei MCH: SVP fordert Abberufung des Verwaltungsrates

Die MCH Group, bei welcher Basel-Stadt grösster Minderheitsaktionär ist, hat vergangene Woche einen erneuten Verlust kommunizieren müssen. Für das Rechnungsjahr 2018 beträgt dieser 190 Millionen Franken. Insbesondere die Werthaltigkeit der Immobilien hat massiv abgenommen. Die nun publik gewordenen Pläne, dass der Steuerzahler durch den Kauf der Hallen die Messe retten soll, lehnt die SVP ab. Zudem fordert sie, dass angesichts des Debakels der Verwaltungsrat umgehend abberufen wird.

Erneut hat die MCH Group einen enormen Verlust kommunizieren müssen. So beträgt dieser für das Rechnungsjahr 2018 sagenhafte 190 Millionen Franken – dies nachdem bereits in den Vorjahren tiefrote Zahlen bekanntgegeben werden mussten. Besorgniserregend ist zudem, dass erneut eine Abschreibung auf die Werthaltigkeit der Immobilien vorgenommen werden musste. Nach diesem zweiten Grossabschreiber in Höhe von 132 Millionen Franken stehen die Messehallen von Basel nun nur noch mit 128 Millionen Franken in den Büchern. Damit hat sich der Wert innerhalb eines Jahres beinahe halbiert.

Diese dramatischen Jahreszahlen, kombiniert mit dem massiv sinkenden Aktienkurs der Unternehmung, sind alarmierend, da keine Besserung in Sicht scheint. Die SVP muss feststellen, dass der durch die öffentliche Hand – und namentlich den Kanton Basel-Stadt – dominierte Verwaltungsrat durch totales Fehlverhalten aufgefallen ist. So wurde erst viel zu spät die Trennung vom langjährigen CEO vollzogen, die Resultate der einzelnen Messen zu lange schöngeredet, Kundenbedürfnisse negiert und die Verantwortlichen haben den Trend zur Digitalisierung verschlafen.

Der Kanton Basel-Stadt, als grösster Minderheitsaktionär, steht dabei besonders in der Verantwortung. Es ist unverständlich weshalb die Verantwortlichen nicht viel früher eingeschritten sind. Stattdessen werden dem Steuerzahler mit einem möglichen Kauf der Hallen zusätzliche Lasten aufgebürdet. Diese Pläne lehnt die SVP ab. Namentlich die in den Verwaltungsrat delegierten Mitglieder des Regierungsrates, Christoph Brutschin und Eva Herzog, hätten schon viel früher die Interessen der Steuerzahlenden wahrnehmen müssen. Wo waren Sie in der Krise? Das sie, ansonsten um Antworten in der Öffentlichkeit nie verlegen, zum Messedebakel schweigen, versinnbildlicht die Situation.

Die SVP verlangt daher, dass der Verwaltungsrat der MCH umgehend professionalisiert wird und die Spitze des Verwaltungsrates abberufen wird. An die Spitze des Unternehmens sind Personen mit Erfahrungen im Messebereich und der Digitalisierung zu setzen, welche die MCH Group in die Zukunft führen sollen. Ehemalige Regierungsräte oder Magistratspersonen sind offensichtlich ungeeignet. In jedem anderen Unternehmen dieser Grössenordnung wäre eine Abberufung längstens geschehen. Das Nichtstun des Gremiums bestätigt die Lethargie und belegt, dass das Gremium entpolitisiert werden muss. Eva Herzog und Christoph Brutschin sollen deshalb umgehend aus dem Gremium ausscheiden und die von Basel-Stadt delegierten Mitglieder durch den Regierungsrat neu bestellt werden.

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