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«Wenn Fakten zur rechten Hetze umgedeutet werden»

Vor einigen Tagen wurde am Frankfurter Bahnhof ein 8-jähriges Kind von einem Mann ermordet. Die Tat hat mich noch immer tieftraurig. Es stellte sich heraus, dass es sich beim mutmasslichen Mörder um einen Eritreer handelt, welcher in der Schweiz lebt und hier angeblich gut integriert war.

Als ich nach diesem schrecklichen Mord meine Trauer auf den sozialen Medien kundtat und dann sich im Laufe der Zeit Erkenntnisse über die Herkunft des Täters erhärteten, fand der übliche Abwehrreflex von links statt. Zwar wurde natürlich auch Mitgefühl geäussert, doch die Geschichte wurde umgedreht und Jedem der darauf hinwies, dass es sich beim Täter um einen in die Schweiz illegal eingereisten ehemaligen eritreischen Flüchtling handelte, «rechte Hetze» vorgeworfen. Gerne wurde dann auch darauf hingewiesen, dass erst kürzlich in Basel eine Schweizerin ein kleines Kind erstochen habe und das in Deutschland Regierungspräsident Lübcke von einem mutmasslich Rechtsorientierten erschossen wurde.

Das ist in der Tat auch genau so schlimm. Doch ich frage mich, weshalb jetzt ausgerechnet bei diesem Mord diese anderen Taten in den Vordergrund gerückt werden müssen. Macht es das etwa besser? Sucht man mit solchen Reaktionen Rechtfertigungen? Ich hoffe nicht.

Es scheint, dass wir in einer von linksliberalen Medien und Gutmenschen gesteuerten Zeit sind, in welcher man Fakten nicht mehr benennen darf. Und diese Fakten sind im vorliegenden Fall sehr eindeutig: Der Mann reiste illegal in die Schweiz ein, erhielt – wie sehr viele Eritreer – mit einer abenteuerlichen Begründung Asyl und den Aufenthaltsstatus C geschenkt. Er verhielt sich danach mehrere Jahre unauffällig, bis er kurz vor der Tat seine Familie und eine Nachbarin bedrohte. Offen bleibt, weshalb er überhaupt nach Deutschland flüchten konnte und er nicht international zur Fahndung ausgeschrieben wurde. Diese Dinge müssen doch gesagt und geklärt werden, ohne gleich unter rechtsradikalem Verdacht zu stehen.

Es ist klar, dass auch Schweizer und Schweizerinnen schwere Verbrechen begehen und Menschenleben auf dem Gewissen haben. Die Statistik sagt aber auch, dass überdurchschnittlich viele junge ausländische Männer schwere Straftaten begehen und dass die vom Volk angenommene Ausschaffungsinitiative noch immer nur dürftig umgesetzt ist. Das muss man auch weiterhin erwähnen dürfen, ohne als rechter Hetzer dargestellt zu werden. Kann man das nicht mehr, werden genau diese rechtsradikalen Kräfte gestärkt, welche wir hier Alle genauso wenig wie kriminelle Ausländer tolerieren wollen.

Artikel zuerst erschienen in der „Schweizerzeit“

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über den Autor
Joël Thüring
SVP Grossrat, Bürgergemeinderat (BS)
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